Immer wieder begegnen mir Frauen, die mir sagen: „Ich finde es echt toll, was Du da machst! Aber ich könnte das ja nicht, denn ich bin leider kein Unternehmertyp so wie du…“

Wie schade ist das! Nicht nur für die Frauen selbst, die sich selber davon abhalten, ihr Herzensbusiness zu gründen. Nein, bedauerlich finde ich das auch für die potentiellen Kunden, denen diese Frauen mit ihren tollen Angeboten das Leben bereichern könnten; für die Partner dieser Frauen, die ihre Frau nicht so glücklich und begeistert erleben dürfen, wie es möglich wäre und für die Kinder dieser Frauen – insbesondere deren Töchter – denen das Vorbild einer kraftvollen, lernbereiten und schöpferisch tätigen Mutter entgeht, die finanziell unabhängig und erfolgreich Spaß an ihrem Beruf hat.

Wer oder was ist denn überhaupt diese ominöse „Unternehmerpersönlichkeit“?

Wenn man den zahlreich im Internet auffindbaren Tests Glauben schenken darf, dann hat der gemeine Unternehmertyp vor allem folgendes auf der Pfanne: Er (oder sie) besitzt herausragende Führungserfahrung sowie kaufmännisches Wissen und verfügt über Persönlichkeitsmerkmale wie Durchsetzungsfähigkeit, Frustrationstoleranz, Kommunikationstalent, etc.

Diese Tests gehen von der Vorstellung aus, dass Menschen mehr oder minder stark ausgeprägte Persönlichkeitseigenschaften aufweisen, die  für das Gründen und Betreiben von Unternehmen benötigt werden. Sie fragen hauptsächlich zweierlei ab: Zum einen das Wissen über Sachverhalte, die für das Gründen und Führen von Unternehmen als nötig erachtet werden – zum anderen den Ausprägungsgrad der vorhandenen Kompetenzen  für das produktive Arbeiten am und im Unternehmen.

Aber Vorsicht! Dies sind alle keine zeitstabilen Persönlichkeitsmerkmale, sondern mit der richtigen Herangehensweise durchaus veränderbar und mitnichten statisch vorgegeben: Wissen lässt sich erwerben und Kompetenzen können nicht nur erlernt, sondern darüber hinaus auch noch regelmäßig trainiert werden.

Die Solopreneurin muss also gar nicht BWL studiert haben, um erfolgreich ihr Business zu führen. Sie muss auch nicht Superwonderwoman mit exorbitanten und angeborenen Kommunikationstalenten sein, die immer in Führung geht und alles perfekt im Griff hat. Tatsache ist: Wir sind nicht perfekt. Und wir sind auch nicht Superwonderwoman. Und trotzdem sehe ich viele, viele Frauen, die bereits seit Jahrzehnten erfolgreich ihr Business führen.

Ob ich erfolgreich selbstständig bin, hängt also nicht vorrangig davon ab, wie meine Persönlichkeit gestrickt ist und ob der liebe Gott mich mit Merkmalen ausgestattet hat, die mich als sog. „Unternehmerin“ auszeichnen.

Worauf es als Unternehmerin wirklich ankommt:

Deine Leidenschaft, Deine Motivation, vielleicht sogar eine bestimmte Mission. Nur Deine Begeisterung wird Dich nachhaltig und langfristig motivieren, all das zu lernen, was es braucht um Deine Mission zu verwirklichen und immer wieder in die Umsetzung zu gehen, damit Umsatz erzeugt wird. Natürlich brauchst Du auch ein funktionierendes Geschäftsmodell. Allerdings wird Dein Business ohne Deinen Spirit und Deine ganz persönliche Kraftquelle irgendwann keinen Sp(i)rit mehr haben und liegen bleiben. Alles wird anstrengend und der Erfolg bleibt aus. Dein Business wird zu einem Vampir, der Dich energetisch aussaugt und Dich blutleer zurück lässt.

Erfolgreiche Selbstständige kennen ihr Warum. Sie wissen, dass Know-How zwar wichtig ist, aber dass ihr Know-Why die Basis für ihren Erfolg darstellt. Sie teilen ihr Know-Why mit ihrer Community und ihren Kunden und erreichen dadurch eine große Reichweite. Sie inspirieren andere mit ihrer Begeisterung. Schaue dir mal Steve Jobs an, wie er sein iPhone vorstellt: Dieser Mann kann sich vor Begeisterung kaum halten, wenn er sein eigenes Produkt präsentiert.

Gleichzeitig wissen erfolgreiche Unternehmerinnen, dass sie ihr Leben lang weiter lernen müssen. Und sie wollen das auch. Sie dürfen ihre Komfortzone dort verlassen, wo es für ihren Erfolg notwendig ist. Sie arbeiten an ihrem Mindset und an ihren Glaubenssätzen, wo diese für den Fortschritt nicht mehr dienlich sind. Sie eignen sich autodidaktisch oder mit externer Hilfe genau diejenigen Fähigkeiten und Fertigkeiten an, die sie für ihr Business brauchen. Sie werden auf Dauer zu Expertinnen – nicht nur im fachlichen, sondern auch im betrieblichen Sinne. Aber all das ist eben keine Grundvoraussetzung, sondern kann mit der Zeit erlernt werden. Die wichtigste Frage ist: Habe ich eine nachhaltige, tragfähige Leidenschaft in mir und bin ich bereit, viel dazu zu lernen sowie in meiner Persönlichkeit zu wachsen?

Fazit: Unternehmerin-Sein ist in erster Linie eine Entscheidung – unabhängig von meinen Persönlichkeitsmerkmalen. Die wichtigsten und erfolgversprechendsten Zutaten für Dein Business sind Deine intrinsische Motivation, Deine Energie und Deine Lernbereitschaft. Wenn Du diese Bedingungen erfüllst, steht Deinem erfolgreichen Unternehmerin-Werden nichts im Weg.

Glück-Auf!

Du willst Unternehmerin werden und suchst nach Unterstützung? Dann kontaktiere mich per Mail (info@anke-beeren.de) für ein erstes, kostenloses Strategie-Gespräch! Wir finden in 30 Minuten heraus, wie Deine nächsten Schritte aussehen, damit auch Du nachhaltig erfolgreich selbstständig sein wirst.