An den beiden letzten Wochenenden durfte ich zwei ganz tollen und inspirierenden Veranstaltungen beiwohnen: der InspiCon, initiiert von Marit Alke und Katrin Linzbach – und dem One-Day-Feminar von Meltem Oezcan.

Neben der Gemeinsamkeit, dass sie beide im Rheinland stattfanden (Bonn und Köln), dass vorwiegend Online-Unternehmer/innen teilnahmen und dass Community-Mitglieder Workshops anbieten durften, beschäftigt mich seitdem vor allem das folgende Phänomen: Eigentlich könnte man viele, die an den Events teilgenommen haben, als Konkurrenz bezeichnen. Aber davon war auf beiden Veranstaltungen nichts zu spüren…

Woran liegt das?

Klar, die meisten von uns wissen theoretisch, dass es eigentlich keine Konkurrenz gibt. Wir kennen alle Sätze wie:

„Konkurrenz gibt es nicht! Denn Du bist einzigartig und die Kunden kaufen hauptsächlich Deine ENERGIE!“

Manchmal kommt es mir vor, als sei dieser Satz schon ziemlich ausgelutscht in unserer Online-Blase… Trotzdem steckt natürlich Wahrheit darin – und das wissen wir natürlich auch.

Zumindest theoretisch. Denn wie oft scrollst Du durch Deinen Facebook-Newsfeed, entdeckst einen vermeintlichen Erfolg eines vermeintlichen Kollegen (Konkurrenz gibt es ja nicht…) und fühlst Dich plötzlich ganz klein mit Hut?

Da hat Kollegin ABC ein mega-tolles Live-Video gemacht und damit riesig viel Resonanz erzeugt. Da launcht Kollege XY mal eben erfolgreich ein Produkt, wozu Du schon lange die Idee in Dir trägst. Oder da tun sich Kooperationen auf, bei denen Du auch gerne mitgemacht hättest. Autsch… Das tut manchmal einfach weh! Und, Hand aufs Herz: Wie oft hast Du Dir dann am liebsten die Konkurrenz zum Mond gewünscht oder Dir die Decke über den Kopf gezogen?

Zu Anfang meiner (Online-)Selbstständigkeit war das eine meiner größten Fallen für Selbstzweifel! Es hat mir oft jegliche Energie geraubt und mich in meinem kreativen Tatendrang gestoppt.

Auch wenn mir theoretisch bewusst war, dass ich einzigartig bin, Menschen von Menschen kaufen, meine Kunden hauptsächlich meine Energie wollen und es im Grunde deshalb keine Konkurrenz gibt – manche Mitglieder meines inneren Teams wollten (oder konnten?) das einfach nicht verstehen.

Und diese inneren Team-Mitglieder haben dann gerne mal den ganzen Laden lahmgelegt und uns alle in die Selbstzweifel gestürzt…

Weshalb geht es mir heute besser damit?

Erstens, weil ich einfach nicht mehr so oft durch Social-Media-Feeds scrolle. Anfangs dachte ich, ich müsste das tun, um bloß keine Gelegenheit zu verpassen. Heute kenne ich die Gruppen, die Personen und die Fanpages, wo ich gezielt nachschaue, um zu interagieren. Der Newsfeed bekommt nur noch maximal 15 Minuten täglich von mir!

Zweitens – und das erscheint mir noch wichtiger, besuche ich oft Veranstaltungen, wo die sog. „Konkurrenz“ zugegen ist. Ich fordere mein inneres Team-Mitglied, welches Schwierigkeiten mit „der Konkurrenz“ hat, auf, sich seiner Angst direkt zu stellen und nehme es mit in die Höhle des Löwen. Ganz nach meinem Lieblingsspruch:

„Angst? Face it. Embrace it. Und ab durch die Hecke!“

Und was passiert?

Es tut so gut, sich zugehörig zu fühlen! Teil eines großen Ganzen zu sein! Gleichgesinnte zu treffen mit ähnlichen Zielen! Gemeinsam auf gleicher Mission unterwegs zu sein!

All das habe ich sowohl auf der InspiCon als auch auf dem One-Day-Feminar erleben dürfen: Großartige Menschen, die Großartiges leisten oder dies zukünftig tun wollen. Alle mit einem satten Warum dahinter.

Dieser Geist jenseits von Konkurrenz wird natürlich hauptsächlich von der Moderation ermöglicht und gestaltet. Marit, Katrin und Meltem haben es geschafft, wunderbare, konkurrenzfreie Räume zu kreieren, in denen das höchste Potenzial sichtbar wird. Es zeigt sich auch hier wieder: Moderation ist eine echte Kunst! Und diese Kunst wird von diesen drei wunderbaren Frauen großartig beherrscht.

Ich bin froh, nicht nur regelmäßig solche Netzwerk-Veranstaltungen zu besuchen, in denen Interaktion und Input von den Teilnehmenden den Hauptteil ausmachen. Nein, ich bin auch sehr froh, Teil von mehr oder weniger beständigen Communities zu sein: Zum einen ist da meine Mastermind-Gruppe, die ich regelmäßig online treffe und die mich wohl am besten kennt und am meisten von mir erfährt.

Dann ist da auch noch die große SOMBA-Community, die aus lauter ambitionierten Online-Unternehmerinnen und einigen wenigen Männern besteht und sich gegenseitig inspiriert, unterstützt und teilhaben lässt an allen Ups und Downs, die man so im Online-Business haben kann. (Hier findest Du einen Blogartikel über mein Jahr 2018 mit SOMBA.)

Und, last but not least, sind da noch Netzwerke wie die Business, Moms & More Ruhrgebiet (ehemals „Mompreneurs Bochum“) oder die FEMALE FUTURE FORCE, worüber ich schon tolle Kontakte knüpfen konnte.

Fazit?

Egal, ob Du ein inneres Team-Mitglied hast, welches (noch) in Konkurrenz-Schubladen denkt: Geh trotzdem raus und suche Dir Deine Community! Zugehörigkeit ist eins unserer wichtigsten, menschlichen Grundbedürfnisse. Vor allen Dingen, wenn wir als Online-Unternehmer/in die meiste Zeit alleine im Home-Office verbringen, brauchen wir dringend Gleichgesinnte, mit denen wir uns austauschen können!

Versuche es nicht alleine, sondern gönne Dir diese Portion Zugehörigkeit! Ganz nach dem Motto:

„Wenn Du SCHNELL gehen willst, geh‘ alleine. Wenn Du WEIT gehen willst, geh‘ mit anderen.“  

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